Nun ja, einen Reisebericht zu schreiben ist vielleicht genauso langweilig, wie diesen dann und wann zu lesen. Allerdings Langweiligkeit oder ähnliche träge Begrifflichkeiten kamen bei der Studienfahrt der gymnasialen Oberstufe nun wirklich nicht auf. Vor den Osterferien machten sich 30 Schüler des beruflichen Gymnasiums mit dem Schwerpunkt Maschinenbau und Informatik auf den Weg in die Motorenstadt Stuttgart. Sicherlich zuerst nicht ein Ziel, wie München, Prag oder Venedig, aber der Eindruck täuschte sehr schnell. 

 

Schon vor der Exkursion war klar, dass durch die gemeinsame Planung der täglichen Verpflegung über die Bordküche des Reisebusses die Gemeinschaft einen wesentlichen Faktor einnehmen wird. So wurden bei einem heimischen Lüdenscheider Discounter unzählige Mengen an Salaten, Bockwürstchen, Frikadellen, gekochten Eiern, Keksen, Obst und vor allem Mettwürstchen geordert. Die an fünf Tagen verspeist werden sollten/ mussten. An dieser Stelle sollte erwähnt werden, dass die vegetarischen Freunde auch auf ihre Gaumenfreuden gekommen sind.Mittagspause

Aber nach allen Vorbereitungen startete dann die Fahrt am Montag den 8. April nach Stuttgart. Erstes Ziel war das Technikmuseum in Sinzheim. Ein einprägender Eindruck für die technisch begeisterten Schüler vom BKT. Nach der Begehung der Concord und anderen Fahrzeugen stand erstmal das leibliche Wohl mit Obst, Keksen, Salaten, Bockwürstchen, Frikadellen, gekochten Eiern und vor allem mit Mettwürstchen im Vordergrund. Gestärkt ging es dann weiter Richtung Stuttgart. Der nächste Tag startete mit einem Stadtrundgang. Eine 2-stündige Stadtführung zu Fuß bot die Möglichkeit die Atmosphäre der Stadt mit all seinen Besonderheiten hautnah zu erleben. Die Innenstadt verzauberte mit seiner quirligen Shoppingmeile und den romantischen Schlossanlagen mit weitläufigen Gärten, Brunnen und Skulpturen und natürlich den Bezug zu Stuttgarts Literaturhelden Friedrich Schiller. Im Jahre 1839 wurde das erste Schiller-Denkmal Deutschlands enthüllt. Am Ende stand eine Paternosterfahrt im Stuttgarter Rathaus an. Nach so vielen Eindrücken musste erstmal für das leibliche Wohl gesorgt werden mit Keksen, Salaten, Bockwürstchen, Frikadellen, gekochten Eiern und vor allem mit Mettwürstchen.

Gestärkt und bei leichtem Nieselregen ging es dann zur medienumworbenen größten deutschen Großbaustelle dem Stuttgarter Hauptbahnhof oder auch bekannt als Projekt Stuttgart 21. Danach ging es zum UNSECO Weltkulturerbe der Bauhaus Siedlung Weißenhof. Nach soviel Bau- und Architekturkunst stand ein Spaziergang zum Killesberg auf dem Programmpunkt. Auf schwindelerregender Höhe von 47 Meter eines freistehenden Stahldrahtseilturmes wurden unter Leitung des Leistungskurslehrers Herrn A. Löwen aerodynamische, leistungsstarke Papierflieger zum Einsatz gebracht.

Am nächsten Tag besuchte die Studiengruppe das weltweit größte Mercedes Benz-PKW Produktionsmuseum und erhielten so einen detailreichen Einblick in die Welt der Automobilproduktionsgeschichte. Vor dem Museum gelang es dann der Gruppe eine kurze Mittagspause einzulegen bei Keksen, Salaten, Bockwürstchen, gekochten Eiern und vor allem mit Mettwürstchen. Wiedermal gestärkt ging es dann zum VfB Stuttgart auf eine Fan Tour. Die BKT Schüler erkundeten die Heimspielstätte des VfB Stuttgarts und erfuhren alles Wissenswerte rund um die Arena, deren Geschichte und das Team mit dem roten Brustring. Spürbar die Emotionen im Stehplatzbereich der Cannstatter Kurve und genossen die Atmosphäre in der VfB Mannschaftskabine.

Zum Abschluss des Tages erwartet die Schüler ein Besuch im „Bibliorama - das Bibelmuseum Stuttgart" eine Ausstellung mit einem zeitgemäß-digitalen Konzept: Anfassen und Ausprobieren war dabei erwünscht. Mit einzelnen Personen aus der Bibel machen die angehenden Abiturienten sich auf den Weg durch die biblischen Geschichten. Infografiken erläuterten die Hintergründe und Mitmachstationen luden zur eigenen Begegnung mit der Bibel ein: So konnte man etwa selbst zum Komponisten werden und wie König David einen biblischen Psalm vertonen. Oder man baute sich seine eigene Kirche – aus 3000 Bausteinen. Ausgewählte Exponate führten die Schüler durch die Entstehungsgeschichte der Bibel - von der Keilschrift bis zum i-Pad, vom Papyrusfragment P 52 (ca. 200 n. Chr.) bis zur Legobibel (2013).

Nun hieß es, auf nach Ludwigsburg! Die Stadt der Schlösser und Gärten – Die Schüler wandelten an diesem Donnerstag auf den Spuren der württembergischen Könige! Das Stadtbild der früheren Residenz- und Garnisonsstadt wurde durch gerade Linien und große Plätze beeinflusst. Immer noch ist der barocke Aufbau der Stadt zu erkennen. Das Residenzschloss in Ludwigsburg wurde zwischen 1704 und 1733 unter der Herrschaft von Herzog Eberhard Ludwig von Württemberg im Stil des Barocks errichtet. Besonders die starken Spuren von Friedrich Schiller waren für die Lernenden dabei beeindruckt und zu guter Letzt der Besuch im originalen Schlosstheater, wo Kabale und Liebe ebenso aufgeführt wurde und noch geführt wird (An dieser Stelle sei der Hinweis erlaubt, dass die Schüler bereits im Deutsch Grundkurs mit diesem Meisterwerk Schillers auseinandergesetzt haben!). Der rechteckige Schloßplatz mit seinen niedrigen Häusern und Laubengängen wird von der barocken evangelischen Stadtkirche mit ihren zwei Türmen und der katholischen Dreieinigkeitskirche überragt und hier konnten die Schüler bei besten Wetter ihre schon gewohnte Mittagsspeise zu sich nehmen. Großzügig gereicht wurden Kekse, Salate, Bockwürstchen, gekochte Eier und vor allem Mettwürstchen.Gruppenbild GOST Schiller

Dann ging es mit vollem Magen zu Porsche. Da erhielten die Schüler einen spannenden Einblick hinter die Kulissen der Produktion von Porsche und das Porsche-Museum verwandelte sich zu einem interaktiven Lernort, indem Themen zu Motorentechnik, Aerodynamik oder auch Leichtbau und Architektur angeboten wurden. Bevor der restliche späte Nachmittag zur freien Verfügung genutzt werden konnte, besuchten einige Schüler noch das Hegelmuseum und die Stadtbibliothek von Stuttgart deren Innenarchitektur beeindruckte und dessen Beleuchtung aus unserer heimischen Industrieregion entstammt. Freitag, endlich Rückreise. Nun ging es zurück ins heimische Sauerland. Aber zuvor stand der Besuch im Gießener Mathematikum auf dem Exkursionsprogramm. Nach einer mehrstündigen Fahrt bei Kaffee und Keksen aus unserer Bordküche machte die Gruppe hinter Frankfurt halt, um sich bei einer ordentlichen Mittagsmahlzeit mit Salaten, Bockwürstchen, gekochten Eiern und vor allem mit Mettwürstchen zu stärken.

Das Mathematikum in Gießen ist das erste mathematische Mitmach-Museum der Welt. Etwa 200 Exponate öffnete sich den Mitreisenden eine neue Tür zur Mathematik. Besonders durch ihre Vorbildung mit dem Leistungskurs Mathematik konnten die GOST-ler mit ihrem Mathe LK Lehrer Herrn A. Löwen experimentieren. Sie legten Puzzles, bauten Brücken, zerbrachen sich den Kopf bei Knobelspielen, standen in einer Riesenseifenhaut und vieles mehr. Der letzte Weg stand nunmehr an und zum Schluss gab es noch für jeden ein Mettwürstchen.

Text und Fotos: M. Kretschmer; GOST 71/72 J. Schäfer